Jenny´s Nachricht aus der radioaktiven Zone: Ja, Ja, Ja! Ich habe mit Hilfe der Einheimischen die Autorin ausfindig gemacht. Leute, das ist eine Sensation. Dieser Fund wird das europäische Theater verändern, wir werden Zeugen einer schleichenden Katastrophe, die sich bald an uns selbst vollzieht.
Also, es war eine wirklich schwierige Mission. Wir fragten alle in der Tschernobyl Zone verbliebenen Bewohner, die wir erreichen konnten. Das allein war schon unglaublich schwierig, da sie sich vor Polizei und Militär verstecken. Was wir über die Autorin erfahren konnten, war sehr vage, beinahe jeder wusste etwas von ihr, aber niemand etwas konkretes. einige sagten, es sei schon sehr lange her, dass sie von ihr gehört hätten. Wir suchten also weiter, und das unter Lebensgefahr in diesem Gebiet.
Schließlich erhielten wir den entscheidenden Tip durch Beziehungen eines Einheimischen zum Militär. Ich weiß nicht, wie viele Kisten Vodka die Truppe dafür erhalten hat, aber egal, Hauptsache wir bekommen den Stoff!
Es war total gespenstisch, als wir sie in einer alten Bunkeranlage fanden. Sie hatte wohl bis zuletzt geschrieben, war aber inzwischen teilweise skellettiert. Alle Texte handschriftlich auf altem Faxpapier des Kraftwerks verfasst, stapeln sich in mehreren nummerierten Koffern. Ich schätze etwa zwei Zentner Texte. Sie sitzt noch an einem alten Holztisch, über einem halbfertigen Text. Wegen des Feinstaubes darin mussten wir wieder los, Atemschutzmasken besorgen, wer holt sich schon gern Lungenkrebs? Wollte euch aber darüber vorab informieren. Die Diskussionen mit Kareen gehen mir übrigens am A. vorbei. Diese Sensation hier kann sie sowieso nicht überbieten. Melde mich wieder bald, Grüße, Jenny
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